2.12.2005
Berliner Morgenpost
Das Goya, eines unserer wichtigsten Projekte im Jahr 2005. Wir fertigten für dieses Bauvorhaben u.a. 380 Stück Barhocker, 3 Stück Bartresenverkleidungen aus Zinnblech, die Eingangstüranlage und viele weitere Details.
siehe auch Referenzen |
|
Neuer Club für die Hauptstadt - 2000 Gäste im einstigen Metropol am Nollendorfplatz bei der Premiere
Der Moment war gekommen: In den Regalen Getränke aus aller Herren Länder, die Plattenspieler-Nadeln gespitzt, die hellgrauen Uniformen des Personals mit geradezu messerscharfen Bügelfalten versehen: Bühne frei für das Goya, den neuen, elf Millionen Euro teuren Club der Hauptstadt. 2000 Gäste strömten am Abend ins einstige, aufwendig restaurierte Metropol am Nollendorfplatz. Aus der Konzerthalle, wo früher die Einstürzenden Neubauten spielten, ist ein auferstandener Altbau geworden, ansprechend elegant gestaltet von Architekt Hans Kollhoff.

Den Hauptteil der Rechnung zahlen rund 2300 Aktionäre, die im Club, den die Betreiber um Vorstandschef Peter Glückstein eine "Fusion aus der größten Cocktailbar der Welt und einem Tanzlokal für Erwachsene" bezeichnen, freien Eintritt auf Lebenszeit genießen. Im Bau, der Bühne, drei Lounges, Tanzfläche, Restaurant und Café vereint, ist ihnen eine Etage vorbehalten. Die Anteilseigner stellten gestern im Traditionsbau von 1906 das Gros der Gäste. Dazu gehören Maler Markus Lüpertz, Schauspieler Dominic Raacke und Ex-Sportlerin Franziska van Almsick. Weitere VIPs: die Schauspieler Rolf Zacher, Ralph Herforth sowie Sammy Brauner mit Lebensgefährtin Alexandra Christmann.
Ohne merkliche Nervosität begrüßte Club-Profi Glückstein am Eingang seine Gäste, in einen signalroten Anzug gehüllt - dies jedoch ohne Kalkül: "Ich greifen in den Schrank und ziehe an, was ich als erstes in die Hände bekomme", sagte Glückstein cool.
Schauspieler Vadim Glowna war gespannt auf den Abend - ein Stückchen vom Club gehört schließlich ihm: "Ich habe in einer sehr frühen Phase Aktien gekauft, wie viele verrate ich nicht." Über den Club-Chef sagte er: "Ich bewundere seine Vision, seinen Mut, seine unendliche Geduld." Das Goya, war der Aktionär überzeugt, sei "eine ganz tolle Sache für Berlin." Die Gäste durften sich über ein außergewöhnliches Musikprogramm freuen. So sollten die aus London angereisten Inder der Trommel-Truppe The Dhol Foundation ihren Mix aus traditionellen und modernen Rhythmen später in der Nacht im Goya verbreiten. Folklore und westlicher Pop sollten sich auch beim Auftritt des westafrikanischen Superstars Mory Kanté vereinen.
Patrick Goldstein |